Handball in Kinderhaus
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„Wir müssen mal lernen„ brach es zurecht aus Axel Müller, seines Zeichens Spielgetalter der heimischen Westfalia, nach der 24:25 Niederlage gegen das Topteam aus Bielefeld herraus. Erneut verschenkte das junge Team wertvolle Punkte für eine entspannte Saison. Statt jedoch beim 14:11 ertmals den Gegner zu distanzieren, lud man innerhalb von 90 Sekunden drei mal zum Konter ein und liess noch ein 14:14 zur Halbzeit zu. Und als alles 20 Sekunden vor Schluss, beim Spielstand von 24:24, auf ein Untentschieden hindeutete, liess man dem Linksaussen freundlich Platz und schaute unnötig in die Röhre.„Die gleiche Sch… wie gegen Sparta„, entfuhr es Exmitspieler Lucki Engler.
Da nutzt es am Ende nicht, den Dritten mächtig geärgert zu haben. Auch mochte keine Freude aufkommen, dass man beim 22:24 noch mal das Unentschieden schaffte; letztlich stehen wieder keine Punkte auf der Habenseite.
Es gilt nun, weiter konzentriert und mit Freude konzentriert zu trainieren, die Punkte werden sich dann von allein einstellen.
Erfreulich die Leistung von Michael Dreskornfeld, der jederzeit torgefährlich agierte, und die Rückkehr von Eike Siering, dem man seine Verletzungspause freilich anmerkte.

MÜNSTER Acht Jahre schmierte Helge Rüddenklau als Coach das Getriebe des Landesligisten Westfalia Kinderhaus. Nun will der 41-Jährige nicht mehr. Am 8. Mai in Nordwalde sitzt er zum letzten Mal auf der Bank. Sein Nachfolger steht bereits fest: Slawomir Cabon, Trainer des Damen-Verbandsligisten SC Greven 09 II, übernimmt.

Westfalias Trainer Helge Rüddenklau hört auf. Foto: Habersack

Am Donnerstag gab Rüddenklau der Mannschaft seinen Abschied bekannt. „Nach so einer langen Zeit, geht man nicht emotionslos. Ich hänge an diesem Verein und an dieser Mannschaft“, sagte der scheidende Coach. Und er erläuterte die Gründe für seine Entscheidung: „Erstens braucht das Team mal einen anderen Kopf. Jeder Spieler sollte sich mal neu beweisen unter einem neuen Coach, bei dem es keine Erbhöfe geben wird. Und zweitens möchte ich mehr Zeit für die Familie haben“, klärt der zweifache Vater auf.

Cabon übernimmt

Noch in der Winterpause buhlten zwei Verbandsligisten um die Gunst Rüddenklaus, der über die TG Münster und den ASV Senden den Weg zur Westfalia fand. Er lehnte ab. Rüddenklau, der am 1. Februar aus seiner Elternzeit wieder in seinen Job als Realschullehrer wechselt, will dem Klub aber treu bleiben, kann sich vorstellen, die Westfalia-Minis zu übernehmen. In der spielt auch sein Sohn.

Die Zäsur bei der Ersten komplettiert der gleichzeitige Rückzug von Co-Trainer Christian Janzen. „Der Schnitt war dran. Helge hat bei uns viel bewegt. Wir können den Entschluss nachvollziehen“, sagt Janzen, der in seiner Funktion als Abteilungsleiter gleich den neuen Mann aus dem Hut zauberte. Slawomir Cabon, aktuell Trainer der Damen-Reserve des SC Greven 09, übernimmt die Erste. Der mit Rüddenklau befreundete Cabon ist im fünften Jahr Coach des Verbandsligisten. Der 36-jährige Inhaber der B-Lizenz freut sich auf seinen neuen Klub, schätzt an der Westfalia vor allem „die gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern“. Janzen ist von der richtigen Wahl überzeugt: „Er ist der beste Mann für diesen Job bei uns.“

Münster – Klaus Remke sorgt auf mehreren Feldern dafür, dass die Dinge in der Spur bleiben und eben nicht aus dem Ruder laufen. Beruflich als Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn, privat seit 34 Jahren als Handball-Schiedsrichter. Hinauf bis zur Regionalliga hat er sich als „schwarzer Mann“ gepfiffen, darauf ist er schon ein wenig stolz. Gemeinsam mit seinem Hiltruper Gespann-Partner Gerd Kappel ist der 52-Jährige nach wie vor an der Pfeife, in Ober- und Verbandsliga.

Klaus Remke ist seit 34 Jahren als Schiedsrichter unterwegs, nun führt er auch noch den Kreis an.Seit Montagabend ist Klaus Remke neuer Kreisvorsitzender der Handballer (wir berichteten). Nach zehn Jahren Schiedsrichter-Lehrwart und zwei Jahren als stellvertretender Vorsitzender ist der Mann von Sparta Münster nun der Boss. Ursprünglich kommt Remke übrigens von der TG Münster, wo er als Jugendwart gearbeitet hat. Aber die Handballabteilung dieses Clubs ist nach der Fusion mit Sparta Münster bekanntlich von der Bühne abgetreten.

Remke setzt auf Teamwork. Das hat er direkt nach seiner Wahl angekündigt, das hat er gestern im Gespräch mit dieser Zeitung wiederholt. „Wir müssen als Handballkreis unsere Außendarstellung verbessern. Die Vorstandsarbeit soll transparenter werden und bei den Vereinen ankommen.“ Der erste Schritt in die richtige Richtung war die Wahl eines Pressewarts, der Everswinkeler Johannes Merhoff wird sich darum kümmern.

Den Vorstand des Kreises sieht Remke gut aufgestellt, den Handball in dieser Stadt nicht unbedingt. „Dass dieser Sport in einer Stadt wie Münster ein Schattendasein fristet, das kann einfach nicht sein. Da muss dringend etwas passieren.“ Natürlich kann er mit dem Kreisvorstand keinen Verein zu etwas zwingen, aber Hilfestellung möchte er schon geben, auch mal über Fusionen nachzudenken. Auch wenn er weiß, dass er manchen Vereinsvertreter mit dieser Idee eher erschreckt.

Dass starke Jugendarbeit nicht automatisch zu einer sehr guten ersten Mannschaft führt, sieht er bei Sparta Münster. Dort wird so manches Talent ausgebildet, das dann anderswo sportliche Höhenflüge erlebt. „Weil wir als Landesligist zu wenig Perspektive bilden. Das muss sich unbedingt ändern. Oberliga sollte es schon sein.“

Die Handballer wollen dennoch weiterhin in die Schulen gehen, um für ihren Sport zu werben. Und auch die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer – als Steigbügelhalter für den Eintritt in den Beruf – könnte so manchen Jugendlichen im Club halten. Die übrigen Ziele werden sich ergeben. Remke ist zuversichtlich, dass er etwas bewirken kann.

VON MICHAEL SCHULTE, MÜNSTER
MÜNSTER Eine Ära geht zu Ende: Nach zehn Jahren als Vorsitzender des Handballkreises Münster stand Hermann Schäfer nun aus gesundheitlichen Gründen für eine Wiederwahl in diesem Amt nicht mehr zur Verfügung. Beim Jahreskreistag am Montagabend in Telgte wählten die Deligierten der Vereine mit Klaus Remke einen ambitionierten Nachfolger. 
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Foto: Kay Böckling

Hermann Schäfer war als Schiedsrichter in den Sporthallen des Münsterlands seit Jahrzehnten zuhause. Bevor er das Amt des Kreisvorsitzenden übernahm, arbeitete er lange im Kreisvorstand mit, übernahm dort verschiedene Aufgaben. Für seine Verdienste überreichte ihm am Montagabend Dieter Strohband, Vorsitzender des Westdeutschen Handballverbands, die Ehrennadel in Gold.

 

Heins wird Schiedsrichter-Lehrwart

Schäfers Nachfolger war seit zwei Jahren auch sein Stellvertreter. Der bisherige Schiri-Lehrwart Remke, der im Verbandskader steht und somit auch Verbands- und Oberligaspiele leitet, bekam das einstimmige Vertrauen der Vereine. Neuer Schiedsrichter-Lehrwart ist Marcus Heins.

„Wir möchten, dass die Arbeit des Vorstands mehr Transparenz erhält, sodass alle wissen, wohin die Richtung geht“, formulierte Remke eines der Ziele des neuen Vorstands. Man wolle noch intensiveren Kontakt zu den Vereinen halten. Ein Hauptaugenmerk liegt laut Remke dabei in der Jugendarbeit. „Mittel- und langfristig wollen wir erreichen, dass wir wieder höherklassigen Handball in Münster etablieren können.“

Koperation mit der IHK

Neuland betritt der münstersche Handballkreis durch eine Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK). Diese stellten die IHK-Mitarbeiter Manfred Schürmann und Carsten Haack vor. Schürmann: „Wir suchen den Kontakt zu den Vereinen und vermitteln den Jugendlichen Perspektiven für die spätere Berufswahl.“ //

Die Oldies der Abteilung marschieren weiter in Richtung Gruppensieg. Auch die Herren aus Telgte konnten die Koschig-Sieben nicht gefährden, trotz einer lange Zeit mäßigen Leistung reichte es für die Münsteraner zum ungefährdeten 26:18 Auswärtserfolg. Zunächst war das Spiel geprägt von zahlreich vergebenen Chancen. Zwei Strafwürfe liessen die Kinderhauser liegen, erst langsam kam die Truppe im Angriff auf Touren. Umso besser lief es in der Deckung, in der Peter Bertels gewohnt sicher agierte, auch Keeper Vlado Wieczorek präsentierte sich stark. Der Pausenstand von 11:8 für Kotenbeiss war völlig verdient, in der zweiten Hälfte wurde dieser Vorsprung kontinuirlich ausgebaut. So stand es 10 Minuten vor dem Ende 21:15 für die Westfalia, das Spiel schien gelaufen. Nun jedoch vergab man in schneller Folge 4 glasklare Tormöglichkeiten, das junge Team des Gastgebers witterte beim 18:21 seine Chance; Marc Beckmann und Peter Bertels, der die Kreisanspiele von Andreas Holtmann sicher verwertete, machten nun jedoch für Kinderhaus den Sack zu. So stand am Ende der verdiente Sieg, besonders erfreulich aufgrund zahlreich fehlender Leistungsträger.
Am Donnerstag spielt das Team im Schulzentrum um 19.30 in einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen Westbevern, ein weiterer Erfolg wird angepeilt.
Es spielten und trafen für Westfalia Kinderhaus : Vlado Wieczorek, David Wagstaff 5, Christian Janzen 2, Andreas Holtmann 4/4, Matz Maletz 1, Speedy Scholz-Sadebeck 1, Roland Schräder 2, Peter Bertels 5, Marc Beckmann 6, Steego Stegemann

Für das schlechte Abschneiden bei den Stadtmeisterschaften konnte man vielleicht noch den Personalnotstand anführen – aber für die desolate Leistung der Westfalia-Zweiten am gestrigen Samstag in Kattenvenne gelten keine Ausreden mehr. Wurde die erste Halbzeit mit 10:9 für die Gastgeber noch gerade so über die Runden geschaukelt, setzte es am Ende eine verdiente 27:23 Niederlage.

Von Beginn an lief die Zweite ihrer Form hinterher: in der Abwehr bekam man die eigentlich nicht sonderlich kreativen Gastgeber nie richtig zu fassen und im Angriff paßte mehr oder weniger gar nichts. Kattenvenne beschränkte sich auf das Nötigste und verließ sich darauf den Ball „irgendwie“ im Kinderhauser Tor unterzubringen. In der Tat konnten sie darauf vertrauen, dass irgendwann der obligatorische Abwehrfehler passierte oder das schwache Schiedsrichtergespann das Übrige tat. Als Resultat ergab sich eine 6:3 Führung aus Sicht der Gastgeber nach rund 15 Spielminuten.

Dann schien wenigstens Matthias Beckmann in der eisigen Halle aufzutauen und fand zu alter Abschlußstärke zurück. Auch Jan Limke, der nach langer Verletzungspause endlich wieder mit von der Partie war, setzte seine ersten Treffer. Derart konnte die Westfalia auf 6:6 gleichziehen und bis zum 9:9 das Spiel offenhalten. Wiederum ziemlich überflüssig konnte Kattenvenne allerdings noch vor der Pause das 10:9 markieren.

Die zweite Hälfte stellte sich wie eine Kopie des ersten Durchgangs dar: wieder verschlief die Westfalia den Start komplett und lag schnell mit 5 Treffern hinten. Nach einer frühen Auszeit riss sich die Bonnmann-Truppe  zwar noch einmal zusammen und steigerte sich wenigstens auf das Kattenvenner Niveau, aber für eine richtige Aufholjagd reichte es nicht mehr.

Natürlich stand das Spiel für die Westfalia von vornherein unter keinem guten Stern, reihenweise Absagen ließen Trainer Jörg Bonnmann keinerlei Alternativen im Rückraum. Dennoch war Bonnmann auch von den anwesenden Spielern enttäuscht, die allesamt hinter ihren Möglichkeiten zurückblieben. Als Ausnahme sei Sven Schünemann erwähnt, der mit einigen Glanzparaden Schlimmeres verhinderte. Jan Limke zeigte vor dem Hintergrund seiner längeren Pause eine gute Partie und ist sicherlich einer der Hoffnungsschimmer für die Rückrunde.

Der SC Nordwalde gastiert am Samstag in Münster, Anstoß in der Sporthalle des Schulzentrums Kinderhaus ist am Samstag um 18.00 Uhr. Sehr gefreut hatten sich die Kinderhauser, als sie vom Aufstieg Nordwaldes erfahren hatten, denn zum einen schien ein schlagbarer Kontrahent in die Liga zu kommen, zum anderen ist das Spiel fast ein Nachbarschaftsduell. Nun jedoch sieht man dem Spiel ein wenig unsicher entgegen, nur noch ein Pünktchen trennt Nordwalde von den Mannen aus Münsters Norden. „Wir haben schon mindestens 5 Punkte liegenlassen„ so Coach Rüddenklau, der sein Team unnötig in Schlagdistanz zu den unteren Rängen wähnt. Umso wichtiger wird es ein, mit guter Stimmung und einer gewissen Lockerheit das wichtige Heimspiel anzugehen. „Spielen wir locker auf und verkrampfen nicht, sollten wir die Punkte hier behalten. Ausserdem hoffen wir auf die Rückkehr Eike Sierings, er hat doch sehr gefehlt„, so Rüddenklau. Nordwalde verfügt über ein robustes und im Rückraum wurfgewaltiges Team, nicht nur der Halblinke namens Bölscher ist torgefährlich. Es wird darauf ankommen, dass Westfalia Kinderhaus bei den Grosschancen eine gute Quote erreicht; gelingt dies, bleiben die Punkte in Münster.

Sowohl die erste wie auch zweite Herrenmannschaft mochten das Risiko einer Anfahrt nicht in Kauf nehmen: Sowohl die Gastgeber in der Landesliga aus Isselhorst sowie der TV Lengerich in der Kreisliga hatten Verständnis vor der Schneeangst unserer münsteraner Handballer. Die Reserve wird die nächsten zwei Wochen unter der Woche ran müssen, das Landesligateam soll am 14.2. nachholen dürfen. Schade für das Rüddenklau-Team, es waren alle Mann an Bord, nun wird das Duell mit Nachbar Nordwalde am kommenden Samstag in Kinderhaus die Gelegenheit bieten, sich in etwas ruhigeres Fahrwasse zu begeben.

Einen Eiertanz vollführte die vierte Herren als Tabellenführer gegen den einzigen Verfolger, Post Telekom Münster. Zwar gewann die Koschig-Truppe verdient 21:20, machte es sich jedoch am Ende unnötig schwer.
Die Kinderhauser erwischten eigentlich einen konzentrierten Start. Schön herausgespielte Treffer wurden über Außen und über den Kreis erzielt. Der Rückraum war weitgehend neutralisiert, jedoch ergaben sich dadurch Räume in der Nahwurfzone. Step by Step wurde so über die Stationen 3:2, 7:4 ein 11:8 zur Halbzeit erarbeitet, lediglich die 4 Kontertore des Gastes ärgerten Coach Carsten Koschig, zudem wurde bereits vor der Pause die Möglichkeit zu einer 6 Tore Führung, bei klarsten Chancen, verpasst.
Besser machte es das Team ab Beginn von Halbzeit 2. Matz Maletz erzielte nach einem Einlaufen das schönste Tor des Tages, Marc Beckmann traf nun von Rückraumlinks und auch die Strafwürfe, die Postler packten manchmal recht beherzt zu, wurden nun sicher verwandelt. Unschön auch eine Szene nach ca. 40 Minuten, als einem Gästespieler beim Konter ein technischer Fehler unterlief und er durch ein theaterreifes Abrollen inklusive eines unsportlichen Urschreis Referee Randy Claves derart irritierte, das dieser dem zurecht erstaunten Rüdiger Vaas die rote Karte zeigte. Derart geschwächt, spielten die Kinderhauser nun jedoch weiter konzentriert und kamen zu einem beruhigenden 18:11. Statt nun aber locker weiter zu spielen, verausgabte sich das Team bei unnötigen Mann gegen Mann Situationen im Angriff, Post/Telekom nutzte dies durch ordentliches Zupacken, nicht jedes Foul seitens der Gäste wurde geahndet, so kam der Gast durch Konter auf 3 Tore heran. Jetzt begann der Kinderhauser Eiertanz: Statt locker und routiniert die verbleibenden 3 Minuten runter zu spielen, unterliefen Christian Janzen und Claudio Camminadi dumme technische Fehler. So musste sich Torhüter Vlado Wieczorek zwei Mal auszeichnen, erst der letzte Treffer Christian Janzens beseitigte schliesslich alle Zweifel am Kinderhauser Sieg. Das gute Pferd springt nicht höher als es muss, so das Credo aus dem Team, wohl wissend, dass es selbst für unnötige Spannung auf dem Feld gesorgt hatte.
Es spielten und trafen: Michael Klapdor 5/3, Claudio Camminadi 1/1, Roland Schräder 1, Speedy Scholz-Sadebeck 2, Marc Beckmann 4, Christian Janzen 4, Rüdiger Vaas 2/1, Volker Hoelscher, Peter Bertels 2

Münster – Handball-Stadtmeisterschaften in Kinderhaus, das letzte Spiel liegt gerade in den Schlusssekunden, anschließend feiert DJK Sparta Münster. Jährlich grüßt das Murmeltier, alles beim Alten also? Nicht ganz. Im vorherigen Jahr gewann noch die Reserve, aus der jetzt viele Leistungsträger nach oben gerutscht sind. 2010 nun die Revanche, bereits im Halbfinale schaltete das Team um Spielertrainer Michael van Husen „die Zwote“ recht deutlich mit 14:9 aus.

Während dieses Kräftemessen unten auf dem Parkett noch im vollen Gange ist, prophezeit Christian Janzen, Abteilungsleiter und Trainer von Westfalia Kinderhaus, schon oben auf der Tribüne: „Sparta ist klarer Turnierfavorit. Die sind bisher absolut souverän durch alle Spiele gekommen, haben jedes recht klar gewonnen.“ Gleich sind auch seine Jungs dran, es geht gegen SC Münster 08. „Mal schauen, was so möglich ist“, blickt Janzen mit Vorfreude dem zweiten Halbfinale entgegen. Dann schiebt er Prophezeiung Nummer zwei hinterher: „Es wird auf jeden Fall sehr knapp, beide Mannschaften liegen eng beieinander.“ Und auch hier sollte er Recht behalten. Nach 15 Minuten (Halbzeit eins) steht es 10:10, in der Offensive geht es Schlag auf Schlag. Für Münster 08 tankte sich Adam Hellmann ein ums andere Mal stark durch oder traf aus dem Rückraum, sieben Treffer hatte er am Ende des Semifinals zu Buche stehen. Aber dennoch jubelten erst mal die Gegner: 08 vergibt in den letzten Sekunden beim Stand von 15:15 einen vielversprechenden Angriff, Westfalias Keeper Tobias Stephan leitet mit einem langen Abwurf auf Roland Heuer die Chance zum direkten Einzug ins Finale ein, Heuer trifft auch nervenstark. Die Gastgeber liegen sich in den Armen, die Zuschauer reißt es von den Sitzen.

Doch die Schiedsrichter haben etwas gegen das Happy End und erklären den Treffer für ungültig – die Uhr sei schon abgelaufen gewesen. Janzen kann es nicht fassen, stürmt entsetzt gestikulierend aufs Feld und kassiert die Gelbe Karte. Die Zuschauer buhen, die Spieler toben. Hilft alles nichts, es gibt Verlängerung. Und die entscheidet Münster 08 dank Adam Hellmann recht schnell mit 23:20 für sich. Im Siebenmeterwerfen um Platz drei verwehrt Spartas Zweite den Gastgebern mit 4:2 dann auch noch das Treppchen.

Das Finale konnte dann nicht mehr ganz an die Dramatik des zuvor gesehenen Spieles heranreichen. Sparta machte recht früh klar, dass es nichts zu verschenken hatte. Auch Adam Hellmann konnte mit seinen sechs Treffern gegen den Ex-Klub die Niederlage nicht verhindern. 17:10 hieß es am Ende, vor allem der junge Viktor Bensmann überzeugte mit absoluter Kaltschnäuzigkeit bei seinen Strafwürfen, kam auf starke acht Treffer und sorgte für Jubelstürme bei seinen Kollegen. „Wenn man sich die letzten Entwicklungen anschaut, dann kann man sehr optimistisch in die Zukunft sehen“, freute sich Michael van Husen – und nahm einen kräftigen Schluck aus dem Siegerpokal.

VON SEBASTIAN VOGEL, HILTRUP
Von Rafael Buschmann am 3.01.2010 18:07 Uhr
MÜNSTER Das Bild ähnelte dem von 2009: Tanzend und singend standen Sparta Münsters Akteure im Mittelkreis, feierte den erneuten Stadtmeister-Titel. Kleiner Unterschied: Diesmal war es die erste Mannschaft von der Sentruper Höhe, die den Sieg bejubeln durfte.

Das Team von Michael van Husen, der erneut in beinahe allen wichtigen Momenten selbst auf dem Feld stand, dominierte das Turnier von Anfang an. Eng wurde es für den Landesligisten lediglich im letzten Gruppenspiel gegen den SC Münster 08. Die Mannschaft vom Kanal, trainiert vom Ex-Spartaner Marcel Graefer, agierte äußerst motiviert und aggressiv. Der Bezirksligist hielt bis zur zwölften Minute mit, musste sich jedoch nach zwei schnellen Toren von Ailko Fischer mit 9:12 geschlagen geben. Für beide stand da jedoch bereits fest, dass sie am Halbfinale teilnehmen dürfen.

Weniger klar verlief die Gruppe B. Da war der Halbfinaleinzug der Sparta-Reseve vom Ausgang der Partie BSV Roxel gegen Eintracht Hiltrup abhängig. Der Bezirksliga-Vorletzte aus dem Süden der Stadt, der im Turnier meist enttäuschte, agierte diesmal konzentriert und siegte 18:9, was den Titelverteidger ins Halbfinale spülte.

Deutliches Vereinsduell

Und dort wartete gleich der „große Bruder“. Im Gegensatz zu 2009 ließen die Landesliga-Herren diesmal nichts anbrennen und demontierten die Zweite mit 14:9. Die lediglich knapp 100 Zuschauer im Kinderhauser Schulzentrum kamen auf ihre Kosten. Und wurden auch endlich mal etwas lauter. Diese Atmosphäre schwappte auch ins zweite Halbfinale über, in dem die Nullachter in der Verlängerung Gastgeber Westfalia Kinderhaus mit 23:20 niederrangen.

Das Finale stand fest: Sparta I gegen Nullacht. Die Spartaner, die lediglich drei Auswechselspieler hatten, starteten gut, lagen schnell mit 3:1 in Führung. Doch besonders Adam Hellmann, der bei seinem Abschied von Sparta damals reichlich verbrannte Erde hinterließ, zeigte sich besonders motiviert und egalisierte schnell. Spartas junge Wilde spielten geduldig weiter, ließen sich nicht auf Kleinkriege in der Deckung ein und bewiesen Ruhe gegenüber den Schiedsrichter. Ganz im Gegensatz zu Nullacht: Selten stand der SC vollzählig auf der Platte, dezimierte sich mit Meckereien selbst. Und machte damit das Finale zu einer langweiligen Farce. Die DJK siegte mit 17:10 und zeigte, dass nicht nur die eigene Reserve feiern kann.

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[02.01.2010 | TA]

Der Wanderpokal der Handball-Männer bleibt zumindest im Verein, wenn er Samstag in Kinderhaus auch von einer anderen Mannschaft gewonnen wurde. Die Landesliga-Truppe von Sparta Münster nämlich ist Nachfolger der eigenen Zweiten, die 2009 die Premiere dieser Titelkämpfe gewann und jetzt immerhin als Dritter hinter Finalverlierer SC Münster 08 sehr respektabel abschloss.

Spartas Erste, bestückt auch mit den A-Jugendspielern Max Bosselmeier und Lukas Koch, musste im Halbfinale der Stadtmeisterschaften Michael Mierzowskis Kreisliga-Zweite als letzte Hürden überspringen, was mit 14:9 auch klappte.

Bensmann nervenstark

Bezirksligist SC Münster 08 stellte sich mit letzten und allerletzten Kräften dem Favoriten im Endspiel in den Weg, laut Spielleiter nicht immer mit regulären Mitteln. Auch am Kraftverlust mag es gelegen haben, dass 08-Spieler hart durchgriffen und dass nicht weniger als fünf Zeitstrafen die Einheit schwächten.

Sparta, mit den Routiners Axel Binnenbruck und Michael van Husen am Start und ab Halbfinale mit dem gerade aus dem Skiurlaub gekommenen Viktor Bensmann, disziplinierte sich durchweg beim 17:10 (5:5) und ließ 08 nurmehr durch die Mitte gefährlich werden. Youngster Bensmann behielt kühlen Kopf und avancierte zum Quotenkönig, als andere sich ärgerten. Er warf in Halbzeit zwei alle fünf Siebenmeter ins Tor und setzte noch drei Treffer aus dem Spiel heraus.

08 durch die Verlängerung

„Die erste Halbzeit haben wir offen gestaltet, aber dann haben diese vielen Zeitstrafen unsere Moral gebrochen“, fand 08-Coach Marcel Graefer einige Sanktionen fragwürdig. „Ich bin insgesamt gut zufrieden – wir haben durch die Bank enorm gekämpft.“

Michael van Husen sah die Strafen als korrekt an. „Es ging doch oft sofort auf den Körper. Wir haben die Disziplin gewahrt und ganz verdient gewonnen. 08 hatte Adam Hellmann als gefährlich guten Mann, aber mehr nicht.“

Nullacht kam erst und überraschend nach Verlängerung ihrer Vorschlussrundenpartie ins Endspiel – Landesligist Westfalia Kinderhaus hatte mit 20:23 das Nachsehen, nachdem ihr 16. Treffer in der regulären Spielzeit knapp nach der Schluss-Sirene fiel und mithin nicht anerkannt wurde.

Arne de Beer (Mitte) findet für 08 die Lücke zwischen Michael van Husen (l.) und Axel Binnenbruck, verliert aber im Finale den Ball.

 

Janzen doppelt gefordert

Turniercoach war Christian Janzen, der für Helge Rüddenklau auf der Bank saß und neben seinem ganzen Orga-Kram dies auch noch am Hals hatte. „Sportlich war unser Auftritt zuriedenstellend. Im Halbfinale haben wir in der Abwehr nicht gut genug gestanden.“

Das geplante Spiel um Platz drei wurde durchs Siebenmeterschießen ersetzt – hier fischte mit Thomas Kurlemann für Spartas Zweite ein Feldspieler als Keeper einen Wurf weg und half mit zum 4:2 gegen Kinderhaus. Kurlemann musste ins Tor der „Mieze“-Mannen, da sich Tormann Philipp Schwaning im zweiten Gruppenspiel verletzte. Er machte den Job tadellos.

Resonanz lässt zu wünschen übrig

Dass kaum mehr als 100 Fans und Handballfreunde ins kalte Schulzentrum Kinderhaus kamen, wirft die Westfalia und besonders Christian Janzen nicht um. „Der Termin ist nicht optimal, aber wir haben nur den ersten Samstag im neuen Jahr als möglichen Spieltag“, weiß er sehr wohl, dass auch die Teams mit Lücken im Kader zu kämpfen haben. „Wir sind realistisch, was dieses Turnier angeht, und wir werden es fortsetzen und ausbauen. Und wenn wir uns selbst feiern müssen, dann machen wir das eben!“

Thomas Austermann

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