Handball in Kinderhaus
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Ein Wiedersehen mit alten Bekannten gab es am Sonntag für Swen Bieletzki und Aron Krüger, die beide von der HSG Hohne/Lengerich zur Westfalia-Zweiten wechselten. Anscheinend ein großer Ansporn für die Gastgeber, die zunächst stark begannen und im ersten Durchgang eine zugegebenermaßen müde wirkende Kinderhauser Abwehr immer wieder überwanden. Erst in der zweiten Hälfte kam die Zweite so richtig in Schwung – nur 6 Gegentreffer ließ die Engler-Sieben dann noch zu und machte aus dem 15:16 Halbzeitstand noch ein standesgemäßes 21:28.

Die neuen Calor-Trikots der Zweiten
Die neuen Trikots der Zweiten (Restaurant Calor, Münster)

Der Anfang der Partie muß aus Kinderhauser Sicht allerdings als Enttäuschung bezeichnet werden: ganz anders als beim letzten Spiel gegen Greven I fand kaum Abwehrarbeit statt, jeder schien nur seinen eigenen Gegenspieler im Auge zu haben und vermutlich wunderten sich die Gastgeber manchmal selbst, wie mühelos man sie einwerfen ließ. So gelang es Hohne/Lengerich schnell in Führung zu gehen und nach 10 Minuten lagen die Gastgeber mit 8:5 vorne. Diese Führung egalisierte dann allerdings Langkamp mit drei erfolgreichen Siebenmetern in Folge.

Etwas motivierter (anscheinend durch den Ausgleich), blieb die Westfalia nun dran und schaffte es dann sogar noch durch eine starke Schlußphase in der ersten Halbzeit den Spieß umzudrehen.

Im zweiten Durchgang schien dann auch die Abwehr der Zweiten wieder aufgewacht zu sein und man ließ den Gastgebern kaum noch eine Möglichkeit. Als die Westfalia dann in der 40. Minute von 18:19 auf 18:23 davonzog, war die Partie eigentlich schon entschieden.
Zehn Minuten vor Schluß legten die Kinderhauser noch einen sehenswerten Zwischenspurt ein (ein Würthwein-Konter in Unterzahl, ein Unterarmwurf von Beckmann und Langkamp mit dem 4. Siebenmeter-„Tunnel“ in einem Spiel) und erhöhten so auf den durch die zweite Hälfte auch verdienten Endstand.

Vielleicht mußte sich die Zweite auch erst einmal an den neuen Anblick gewöhnen: passend zur spannenden Endphase der Kreisligasaison 2011/12 übergab das Restaurant Calor einen neuen Trikotsatz an die Westfalia. Das Bild oben zeigt die neuen Shirts nach dem erfolgreichen Ersteinsatz in Lengerich.

Es spielten: Schubert/Kavermann (Tor); Langkamp (10/7), Lütke Lanfer (4), Beckmann (3), Würthwein (3), Bieletzki (2), Krüger (2), Davids (2), Gillmann (1), Austermann (1), Brinkmann

Westfalia Kinderhaus hat sich im Sonntagspiel der Landesliga wieder Rang zwei zurück erobert. In Halle gab es bei der abstiegsgefährdeten TG Hörste den 13. Saisonsieg der Handballer, die beim 32:28 (13:15) nach dem Wechsel die richtigen Schlüsse zogen.

„Wir haben sicherlich zu viele Treffer kassiert“, schaute Trainer Slawomir Cabon nicht nur auf die sehenswerte Ausbeute seiner durchschlagskräftigen Truppe. Die musste sich steigern, denn die TG-Achse Rückraum-Mitte/Kreis drehte sich wirkungsvoll und „war von uns nur schwer zu kontrollieren.“

Unbeeindruckt weiter gespielt

Nach 0:3 und 5:5 gelang es keinem Team, wirkliche Kontrolle zu bekommen. Die sehr offene und hoch stehende TG-Abwehr machte Kinderhaus das Leben schwer. „Es wurde nicht in die Tiefe gespielt“, sah Cabon ein alt bekanntes Muster. Die Korrektur aber folgte nach der Pause von der individuell besser besetzten Mannschaft. Aus dem Rückstand wurde eine 17:15-Führung. Auch das 20:20 der kämpfenden Ostwestfalen konterte die Westfalia (24:21).

Als umstrittene Entscheidungen dem Abwehrchef Michal Schulz das Aus einbrockten und Kinderhaus eine doppelte Unterzahl verkraften musste, egalisierte Hörste (26:26). Aber das auch zum letzten Mal – Berghammer und Cardis sowie Heinig vom Punkt warfen Westfalia ins Ziel. „Manches war merkwürdig, aber wir haben uns im Gegensatz zu anderen Partien nicht beeindrucken lassen“, sah Cabon eine die Nerven wahrende Auswahl. „Das war zwar das schwächste Spiel der letzten fünf Wochen, aber wir haben vor der Spielpause unseren Rang untermauert.“

Tore für Westfalia: Heinig (10/2), Berghammer (9/3), Cardis (6), Siering (3), Limke, Müller, Schlüter, Holtmann, Schulz (je 1)

Als Stammlokal der zweiten Herren der Westfalia gilt das portugiesische Restaurant Calor (http://www.calor-muenster.de) schon lange – nun dankte es Inhaber Daniel Fernandes Gil auf seine Art und Weise: einen Satz brandneuer Trikots überreichte er am Samstag an den Westfalia 2-Kapitän, der stellvertretend für die Kinderhauser die tolle Spende entgegennahm.

Calor-Inhaber Daniel Gil überreicht die neuen Trikots
Calor-Inhaber Daniel Gil überreicht die neuen Trikots

„Das paßt einfach“ kann man da nur in mehrfacher Hinsicht sagen. Zum einen natürlich die neuen Trikots – zum anderen aber auch die Vorliebe der Zweiten wenn es um die Wahl des Lokals geht: ganz so wie die Zweite eine Mannschaft mit freundschaftlichem Charakter ist, ist auch das Calor ein Restaurant mit Herz. Die Zweite kann den Besuch jedenfalls wärmstens empfehlen – und ist auch selbst regelmäßig dort anzutreffen. Auf bald – und im Namen der Westfalia-Handballer ein „muito obrigado“ an Daniel und sein Team!

PS: Wie sich die Zweite im ersten Spiel mit den neuen Trikots (Sonntag nachmittag in Lengerich) schlug wird in Kürze hier zu lesen sein…

MÜNSTER Alle hatten mit einem heiß umkämpften Match gerechnet. Doch was dann folgte, hätten sich die Kinderhauser Fans kaum träumen lassen. Im Derby gegen Sparta Münster erteilte die Westfalia dem Konkurrenten eine deftige Lektion, stand schon zur Pause als Sieger fest. Am Ende hieß es 27:22 (16:8) für die Gastgeber.Von Hardy Jackson
ArtikelGegen Michael Dreskornfelds Sprungkraft ist Spartas Tobias List in dieser Szene machtlos. (Foto Jackson)
„Die Jungs brannten auf Revanche“, erklärte Westfalia-Coach Slawomir Cabon. Schließlich hatte Sparta das Hinspiel gegen den Tabellennachbarn klar mit 24:19 gewonnen. Doch mit dem Feuerwerk, dass die Kinderhauser Jungs in Halbzeit eins abbrannten, hätte so wohl niemand gerechnet.

Die Zuschauer im gut gefüllten Schulzentrum trauten ihren Augen kaum, als sich der Vorsprung ihres Teams schnell bis auf 6:0 hoch schraubte. Es dauerte bis zur 15. Minute, bis Sparta das erste Mal selber ins Tor traf.

Vier Mal Pfosten

Etwas Pech war natürlich auch dabei: vier Mal trafen die Spartaner den Pfosten, bevor Youngster Lennart Gerke den Fluch brach und einnetzte. „Wir haben heute aus einer Bombenabwehr herausgespielt“, erläuterte Cabon. Und Torwart-Routinier Heinz Jansen steuerte seinen Teil dazu bei, die Gäste zur Verzweiflung zu bringen.

Auch offensiv lief es so richtig rund für die Gastgeber. Effektive Spielzüge und Präzision im Abschluss – auch bei Würfen aus der zweiten Reihe – ermöglichten 16 Treffer im ersten Abschnitt. Herausragend: Rückraum-Spieler Jan Heinig, der kaum zu stoppen war und alleine zehn davon erzielte.

Kinderhaus wieder Zweiter

„Wir haben den Start total verschlafen und sind dann hinterhergehechelt“, gestand Spartas Coach Michael Mierzowski ein. Nach der Pause stellte er seine Strategie um, agierte offensiver. „Wir mussten Neues ausprobieren, denn das System funktionierte ja nicht“, so der Trainer. Immerhin: Sparta hielt nun mit, machte zum Ende hin sogar ein wenig Boden gut. Doch der Kinderhauser Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

Aus den letzten fünf Spielen hat Kinderhaus nun vier Siege und ein Remis gegen Liga-Überflieger Harsewinkel davon getragen. „Wir haben einen Lauf und sind heute mit breiter Brust angetreten, waren hochmotiviert und trotzdem locker“, erklärte Cabon, der mit seinem Team Sparta nun wieder von Platz zwei der Landesliga-Tabelle verdrängt hat.

Westfalia-Tore: Heinig (12 /2), Siering (6), Dreskornfeld (5), Cardis (3), Holtmann (1)
Sparta-Tore: Fischer (7/3), L. Gerke (3), H. Gerke, Clamann, Krekeler, Wilmsen, Schöler (je 2), Greis, Dodt (je 1).

Selten entscheidet eine einzelne Personalie ein Handballspiel, aber was die 60 Zuschauer am Samstagabend beim Kreisliga-Spitzenspiel in Kinderhaus zu sehen bekamen war eine tolle Langkamp-Show: ob als Torschütze (7 Feldtore), Siebenmeterspezialist (5 Treffer bei 5 Versuchen) oder Abwehrstütze – die Gäste aus Greven werden ihn wohl so schnell nicht vergessen. Genauso wenig wie das Ergebnis: mit 29:22 (12:10) schickte die Zweite den Tabellenführer nach Hause und hat nunmehr wieder den Platz an der Sonne übernommen.

Aber nicht nur der Einsatz von Markus Langkamp machte den Unterschied zu den letzten Spielen: von Anfang an zeigte die Zweite Kampfbereitschaft und Siegeswillen; Tugenden, die zuletzt doch allzusehr vermißt wurden. So wurde in der Abwehr konsequent zur Sache gegangen, das Bollwerk Krüger, Beckmann, Langkamp ließ den Rückraum des Tabellführers überhaupt nicht ins Spiel kommen. Nach 15 Minuten kamen die Gäste gerade einmal auf 3 Feldtore. Natürlich hatte auch einmal mehr das starke Torwartgespann Schubert/Kavermann seinen Anteil daran.
Und weil gleichermaßen im Angriff der Ball flüssig durchgespielt wurde bis sich gute Torchancen ergaben, konnte sich die Engler-Sieben langsam aber sicher absetzen und zur Hälfte des ersten Durchgangs stand es 8:5. Dieser Vorsprung geriet dann bis zur Halbzeit auch nicht mehr in Gefahr, u.a. auch weil Greven bei 100%-igen patzte. So parierte Kavermann einen Gäste-Siebenmeter in der 25. Minute und Beckmann markierte im Gegenzug mit dem 12:10 den Halbzeitstand.

Direkt nach Wiederanpfiff schien die Zweite alles klarmachen zu wollen: zweimal Langkamp, einmal Bieletzki und drei von Schubert parierte Bälle in Folge ließen die Gastgeber auf 15:10 davonspurten. Sicherlich eine entscheidende Phase, denn die Kinderhauser ruhten sich nicht auf diesem Polster aus: auch wenn Coach Engler nun etwas mehr auf Sicherheit spielen ließ, so bauten seine Spieler den Vorsprung Tor um Tor weiter aus: die Halbzeit war noch keine 10 Minuten alt, als Langkamp vier Mal in Serie trifft und auf 19:12 erhöht. Aber auch dies nur eine Momentaufnahme: als die Westfalia in der 45. Minute von 20:15 auf 24:15 davonzieht, war der Widerstand der Gäste gebrochen.

In der Schlußphase schaltete die Zweite nun einen Gang zurück, vermutlich auch aufgrund schwindender Kräfte. Im Angriff gelang deswegen in den letzten Minuten nicht mehr allzuviel, aber mehr als Ergebniskosmetik konnten die Handballfreunde aus Greven/Reckenfeld am Ende auch nicht mehr betreiben. Am Ende setzte dann (passenderweise) Markus Langkamp mit dem 29:22 den Endstand.

Ohne sich dessen wohl wirklich bewußt gewesen zu sein, hat die Westfalia nun gar die 18:23 Hinspiel-Niederlage ausgebügelt und gewinnt so auch den direkten Vergleich mit Greven. Im Hinblick auf die spannende Endphase um die Kreismeisterschaft evtl. mal ein wichtiges Detail. Von einem möglichen Aufstieg ist bei der Zweiten jedoch rein gar nichts zu hören; zu wohl fühlt sich die Engler-Sieben anscheinend in der heimischen Kreisliga.

Es spielten: Schubert/Kavermann (Tor); Langkamp (12/5), Krüger (5), Beckmann (3), Würthwein (3), Bieletzki (2), Gillmann (1), Goslawski (1), Lütke Lanfer (1), Voigt (1), Brinkmann, Davids, Korkowsky

Dem designierten Aufsteiger TSG Harsewinkel auch nur annähernd das Wasser reichen zu können, war in der Landesliga bisher nur Nordwalde mit einem Remis geglückt. Jetzt schafften auch die Handballer von Westfalia Kinderhaus das Kunststück mit dem 22:22 (9:12) beim unangefochtenen Tabellenführer.

„Das passt schon“, wollte Trainer Slawomir Cabon gar nicht von einem glücklichen Coup sprechen. „Wir haben uns das Resultat redlich verdient und den Schwung aus den letzten Spielen mitgenommen.“ Wie am Samstag den Spartanern gelang Kinderhaus also das „Vorspiel“ zum Derby am 17. März (18.30 Uhr) im Schulzentrum. „Ich denke, das Spiel hat einen guten Besuch verdient bei dem Lauf der beiden Mannschaften.“

Starke Abwehr ein Garant

Gegen die TSG bestach Kinderhaus mit einer konzentrierten und vom Willen getragenen Leistung. Besonders auf die sehr starke Abwehrleistung war Cabon stolz. Michal Schulz und Kollegen stoppten die guten Werfer wiederholt und zeigten durchgehend Gegenwehr.

„Es gab auch schwierige Phasen, aber die waren kurz genug, um wieder in Fahrt zu kommen“, sah Cabon etwa beim 4:8 oder später beim 13:17 keine Dämme brechen. Kinderhaus knickte nie ab, fand auch vorne die Mittel, um das Spiel stets auszugleichen. 19:18 stand es sogar einmal für die Münsteraner. Dass der eingewechselte Keeper Sven Beulker am Ende einen Siebenmeter parierte, traf sich gut. Michael Dreskornfeld war es vorbehalten, mit seinem achten Treffer das Unentschieden zu erzielen.

Tore für Westfalia: Dreskornfeld (8), Heinig (5), Holtmann, Siering, Berghammer (je 2), Cardis, Schulz, Schlüter (je 1).

MÜNSTER Sparta Münsters Trainer Michael Mierzowski hat aktuell Mühe, seine Spieler zu bremsen. Zu groß ist die Vorfreude auf die anstehende Partie in der Landesliga. Denn das ist nicht irgendeine. Es ist das Derby zwischen Sparta und Westfalia Kinderhaus, zwischen dem Zweiten und Dritten.Von Jana Schoo
ArtikelEine Szene aus dem Hinspiel: Michael Dreskornfeld setzt zum Wurf an, Spartas Thomas Kurlemann (l.) und Thorsten Wilmsen wollen ihn blocken. (Foto Jackson)
Am Samstag (18.30 Uhr, Schulzentrum) empfängt die Westfalia den Stadtrivalen zur Revanche. Das Hinspiel verlor das Team von Slawomir Cabon mit 19:24, will jetzt die Pleite auswetzen. Sparta hingegen pocht auf einen erneuten Erfolg, um seine Position als Zweiter hinter dem dominanten Tabellenführer TSG Harsewinkel auszubauen.

„Die Halle ist voll, der Gegner ist gut, wir sind gut. Das wird ein großer Spaß“, sagt Mierzowski, der an dem Duell ähnlich viel Freude entwickelt wie seine Schützlinge. Die seien, so der Trainer, richtig heiß auf die Partie und hochmotiviert. Etwas weniger euphorisch klingt Cabon. Aber auch er verspricht: „Wir wollen diesmal natürlich gern gewinnen. Das Derby hat einen großen Stellenwert.“

Langersehntes Duell

Wenngleich er einräumt, dass das erste Aufeinandertreffen im November für sein Team noch wichtiger gewesen sei. „Das war das erste Aufeinandertreffen seit längerer Zeit. Das war schon etwas ganz besonderes“, so Cabon. Denn nach dem Landesliga-Abstieg vor zwei Jahren spielte Kinderhaus vergangene Saison nur in der Bezirksliga.

Einen Favoriten will keiner der beiden Trainer, die sich privat kaum kennen, sich in ihrer sportlichen Arbeit aber sehr schätzen, ausmachen. „Die Tagesform entscheidet“, sagt Cabon, der im Heimspiel alle Spieler an Bord hat. „Beide Teams stehen zurecht da oben, beide hatten zuletzt einen guten Lauf.“

Gute Ausgangssituation

Aber die Ausgangssituation, in der sich Kinderhaus momentan befinde, sei besser als noch vor vier Monaten, meint der Westfalia-Trainer. „Die direkten Konkurrenten haben wir in den letzten Wochen fast alle besiegt. Jetzt wartet nur noch Sparta von oben“, so Cabon.

Spartas Mierzowski – er muss auf Benjamin Langkau und wahrscheinlich auch Thorsten Wilmsen verzichten – sieht beim Gegner leichte Vorteile im Rückraum. „Dafür sind wir über die Außen vielleicht etwas besser“, sagt er. „Beide Teams spielen aber sehr gut als Kollektiv.“

Großer Stellenwert

Ein Sieg hätte für beide Teams auch abseits des Derbys eine große Bedeutung. „Jetzt wollen wir natürlich Zweiter werden“, sagt Mierzowski über das Saisonziel. Ein Erfolg würde sein Team ein Stück weiter in diese Richtung bringen.

„Das Unentschieden in Harsewinkel war noch nicht der Saisonhöhepunkt. Wir wollen nach wie vor möglichst viele Punkte sammeln“, sagt Cabon über die Motivation seiner Jungs. Spaß und Spielstärke treffen am Samstag aufeinander. Die Vorfreude scheint unbändig, unaufhaltbar.

Eines muß man ganz klar vorweg sagen: blamiert hat sich die Zweite am Wochenende beim Tabellenletzten so oder so. Aber eine deutliche Steigerung nach der Halbzeit und eine klasse Leistung von Sven Schünemann (der trotz Rückenproblemen als einziger Torhüter durchspielen mußte) lassen das 23:23 Unentschieden bei Greven/Reckenfeld II nun eher als Punktgewinn denn als Punktverlust erscheinen.

Von Anfang an schien das Spiel unter keinem gutem Stern für die Westfalia: gleich mehrere Stammspieler und der Trainer fehlten u.a. auch wegen Krankheit bzw. Verletzung. Die verbleibende Rumpfmannschaft tat sich gegen die körperlich und kämpferisch gewohnt starken Grevener so auch ziemlich schwer, insbesondere aus dem Rückraum gelang es kaum Druck aufzubauen. So verfing sich der Westfalia-Angriff immer wieder in Einzelaktionen und unvorbereitete Abschlüsse kosteten wiederholt den Ball.

Zum Glück stand die Kinderhauser Abwehr wenigstens ihren Mann und verhinderte Schlimmeres, wäre da nicht die magere Ausbeute von nur 9 erzielten Treffern. Auf eine detaillierte Beschreibung dieser Angriffsleistung sei hier verzichtet, von verworfenen Strafwürfen bis hin zu abenteuerlichen Fehlpässen und Fangfehlern war einfach alles dabei.

Interimstrainer Ludger Davids wurde deswegen in der Halbzeitpause auch zu Recht etwas lauter: insbesondere die Einstellung seiner Spieler stimmte nicht. Kopfschüttelnd tapperte da so mancher nach einem Ballverlust in Richtung eigener Abwehr zurück, anstelle den Ball in der Abwehr schnellstmöglich zurückzuerobern.

Dieser Aufruf schien zu fruchten, viel energischer ging die Westfalia nach der Pause zu Werke und insbesondere im Angriff hatten man nun endlich das Gefühl, dass die Kinderhauser sich auch mal eine Chance erkämpfen wollten. Zwei verwandelte Siebenmeter und ein Konter in Unterzahl direkt zu Beginn der zweiten Hälfte brachten die Zweite wieder zurück ins Spiel.

Angetrieben wurde die Zweite nun vor allem von den beiden Svens*: Sven Schünemann parierte nach wie vor glänzend und schickte auch einige gute Konterbälle auf die Reise, während Swen Bieletzki über 4 erfolgreiche Siebenmeter nun richtig ins Spiel fand und seine Leistung mit 4 Feldtoren in Halbzeit zwei abrundete. Am Ende hatte er 10 Treffer auf dem Konto! So war es dann auch Bieletzki vorbehalten, 10 Minuten vor Schluss mit dem 18:18 den Ausgleich herzustellen. Erfreulich auch die Selbsteinwechslung von Ludger Davids, nach langer Verletzungspause war er erstmals wieder ein paar Minuten auf dem Spielfeld. Mit seinem Tor in der schwierigen Schlussphase steuerte er auch zählbar Wichtiges bei.

Aber auch das reichte am Ende nicht um das Spiel noch ganz zu kippen. Bei der Westfalia haperte es nach wie vor an Genauigkeit und Ruhe im Angriffsspiel, so dass in den letzten Minuten tatsächlich noch einige gute Chancen ausgelassen wurden. Am Ende fühlte sich der Punkt aber dann doch wie ein Punktgewinn an, nach der miserablen ersten Halbzeit hätte der Schuss auch schnell nach hinten losgehen können.

Glücklicherweise ändert dieses Unentschieden nichts an der Ausgangslage für das Spitzenspiel am Wochenende – mit der ersten Mannschaft der Handballfreunde Greven/Reckenfeld kommt der Spitzenreiter nach Kinderhaus, nunmehr mit einem Punkt Vorsprung. Sicherlich eine Vorentscheidung um den Kreismeistertitel!

Es spielten: Schünemann (Tor); Bieletzki (10/6), Lütke Lanfer (4), Beckmann (3), Gillmann (2), Krüger (2), Davids (1), Würthwein (1), Brinkmann, Korkowsky

*) Natürlich ist dem Autor dieser Zeilen bekannt, dass sich Swen Bieletzki mit einem „w“ im Vornamen schreibt – das kleine Wortspiel in der Überschrift wollte er sich aber von dieser Spitzfindigkeit nicht nehmen lassen.

Einen Arbeitssieg verbuchte die Westfalia-Reserve am Samstag gegen die Zweitvertretung des TSV Ladbergen. Nach Unentschieden zur Halbzeit kämpften sich die Kinderhauser im zweiten Durchgang nach vorne und gewannen verdient mit 23:15.

Die Zuschauer in Kinderhaus sahen zunächst eine recht verhaltene Partie: während die gut aufgestellte Abwehr der Zweiten kaum Chancen für die Gäste zuließ, brachte sich das von Interims-Coach Ludger Davids betreute Team im Angriff durch Unkonzentriertheiten selbst um den Lohn der Arbeit. So wurden beste Konterchancen und Siebenmeter nicht genutzt. Zum Glück hatte man ja auch noch Dirk Schubert im Tor, der die Gäste wieder einmal reihenweise zur Verzweiflung trieb.

Der erste Aufreger des Spiels dann in der 16. Minute: keine Minute nach seiner Einwechslung bringt Michael Katter seinen Gegenspieler im Tempogegenstoß zu Fall und sieht dafür die rote Karte. In dieser Phase des (eigentlich fairen) Spiels eine überharte Entscheidung – schließlich war keine Absicht zu erkennen – aber streng nach Regelwerk wohl dennoch vertretbar. Aber auch die daraus resultierende Überzahl konnten die Gäste zu keinem meßbaren Vorteil ummünzen. So erscheint das 9:9 zur Halbzeit leistungsgerecht: beide Angriffreihen taten sich schwer und zu keinem Zeitpunkt konnte sich ein Team um mehr als ein Tor absetzen.

In der Halbzeitpause fand Westfalia-Coach Davids anscheinend die richtigen Worte: seine Mannschaft kam deutlich entschlossener ins Spiel. Anstelle sich in vielen eins-gegen-eins Situation zu verfangen spielte die Zweite nun einen schnellen Ball und immer wieder konnten so die Außen ins Spiel gebracht werden. Bestes Beispiel dafür ist Sebastian Voigt, der in der zweiten Hälfte 5 Tore von Rechtsaußen erzielt. So setzt sich der Gastgeber nach 45 Minuten auf 18:12 ab und auch das Timeout von Ladbergen brachte aus Sicht der Gäste keine Besserung mehr. Kinderhaus konnte das Spiel nun einfach nach Hause fahren.

In der Summe zeigte die Westfalia eine starke Abwehrleistung – nur 6 Gegentore in Halbzeit 2 sprechen eine deutliche Sprache. Ein Grund dafür war neben dem gewohnt starken Keeper Schubert sicherlich auch die Hereinnahme von Karsten Felske. Sorgenkind bleibt also das Angriffspiel – durch zu viele Fehler und zu statisches Spiel macht sich hier die Zweite das Leben selber schwer.

Es spielten: Schubert/Schünemann (Tor); Voigt (6/1), Beckmann (5), Goslawski (3), Gillmann (3), Bieletzki (2/1), Krüger (2), Lütke Lanfer (2), Felske, Katter, Korkowski

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