Handball in Kinderhaus

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Der Zweiten geht am Ende die Luft aus

Ein echtes Spitzenspiel sahen die Zuschauer am Samstag abend in Kinderhaus: der verlustpunktfreie Tabellenführer aus Warendorf trat bei der Westfalia-Reserve an. „Wir müssen von Anfang an zeigen, wer hier der Hausherr ist“, hatte Trainer Jörg Bonnmann vor dem Spiel gefordert und damit keinesfalls übertriebene Härte gemeint. Vielmehr sollte seine Sieben das Tempo kontrollieren, um über sichere und geduldige Angriffe zum Torerfolg zu gelangen und dem Gegner keine Konter zu erlauben. Diese Taktik ging zunächst auch voll auf, nach 8 Minuten lagen die Kinderhauser dank einer tollen  Abwehrarbeit (und einem überragenden Sven Schünemann im Tor) mit 5:1 vorne.

Nach der folgerichtigen frühen Auszeit durch den Warendorfer Trainer kam der Gast allerdings besser ins Spiel und fast zehn Minuten lang egalisierten sich beide Mannschaften komplett – es fiel kein einziger Treffer. Trotzdem schien diese Phase der Warendorfer SU besser in die Karten zu spielen: in der Folge häuften sich bei der Westfalia die Fehler und Warendorf holte Tor um Tor auf. Dabei griffen die Gäste aber auch wiederholt zu unerlaubten Mitteln, zwei blaue Augen im Kinderhauser Team sprechen eine deutliche Sprache. Nicht ganz unschuldig daran war allerdings auch das überforderte Schiedsrichter-Gespann, das dieser intensiven Partie insgesamt nicht wirklich gewachsen war.

Dennoch schaffte es die Westfalia einen knappen Vorsprung über die Runden zu bringen und es ging mit einer 11:10 Führung in die Pause. Viel zu besprechen gab es für Trainer und Mannschaft aus Kinderhaus allerdings nicht: die Abwehr hatte das Geschehen im Wesentlichen im Griff und vorne müßte man eigentlich nur die klaren Chancen auch in Tore ummünzen. Alles andere verlief eigentlich wunschgemäß.

Mit dieser Zuversicht ging die Westfalia dann auch in den zweiten Durchgang und weiterhin schenkten sich beide Teams nichts. Der Warendorfer Rückraum kam insbesondere über rechts mehr und mehr zum Torerfolg, die starken Linkshänder der Gäste sorgten für einige Fehler in der Westfalia-Abwehr. Allerdings schien es den Gästen nicht wirklich besser zu gehen und die Westfalia konnte den minimalen Vorsprung verteidigen. Nach 40 Spielminuten gelang es den Hausherren dann nach einem Fehler der Gäste gar auf zwei Tore davonzuziehen. Doch danach schienen bei der Westfalia zunehmend die Kräfte nachzulassen: in der Abwehr konnte man den Gegner häufig nur noch mit Fouls stoppen und im Angriff häuften sich die Fehlwürfe. So arbeiteten sich die Gäste wieder heran und trotz toller Moral bei der Westfalia war das Spiel nach 51 Minuten wieder ausgeglichen.

In den letzten 9 Minuten stand das Spiel dann auf des Messers Schneide: keine Mannschaft konnte sich klar absetzen und selbst wenige Minuten vor Schluß hatte die Westfalia noch ausreichend Chancen auf den Ausgleich. Doch am Ende schien der Gast aus Warendorf die größeren Reserven zu haben und konnte den 21:23 Sieg erkämpfen.

Natürlich waren Trainer Jörg Bonnmann und sein Team nach dem Spiel sichtlich bedient: man hatte alle Chancen den Liga-Primus (der nun 40:0 Punkte auf dem Konto hat!) zu besiegen, alleine die ausgelassenen 100%-Chancen hätten locker gereicht. Andererseits zeigte die Mannschaft mal wieder eine tolle Moral und Geschlossenheit und mit einer Leistung wie in diesem Spiel sollte es kein Problem sein sich im nächsten Spiel den zweiten Tabellenplatz endgültig zu sichern.

 
Von Daniel Vaegs am 21.03.2010
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Kategorien: Aktuelles, Herrenabteilung
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