Handball in Kinderhaus

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Ein Favorit hält durch: Handball-Pokal und Titel an Rot-Weiß

Noch hat keine Mannschaft ein Abo auf diesen Titel: Der vierte Handball-Stadtmeister Münsters heißt HC Rot-Weiß Münster. Der in seinem Gründungsjahr prominent besetzte Spitzenreiter der 4. Kreisklasse war Samstag beim Wettbewerb der Westfalia in Kinderhaus der einzige Favorit, der seiner Stellung gerecht wurde. Im Endspiel gab es vor rund 350 Zuschauern ein 10:5 (5:2) gegen den Überraschungsfinalisten BSV Roxel aus der Kreisliga.

Dass am Ende nicht alle Sympathien dem Sieger entgegen flogen, erklärt sich mit den Rivalitäten der Szene, dem selbst gewählten Status der Rot-Weißen und manchen Gesten ihrer Akteure. Jörg Huesmanns Mannen um „Pille“ Jäger, Tom Langhoff, Gabriel Huesmann und Axel Schulte haben sich wie berichtet zusammengefunden, um unter sich und am Ball zu bleiben. Samstag reichten solide Rückraumtreffer und ein wie selbstverständlich überlegener Mittelblock zum Erfolg.

Stadtmeisterschaftsdritter wurde Westfalias Zweite (Kreisliga-Erster) nach Siebenmeterwerfen (9:8) gegen den SC Münster 08 aus der Bezirksliga – der „ausgeliehene“ Westfalia-Keeper Martin Kavermann (50) half bestens mit. Der Co-Trainer der Kinderhauser Frauenmannschaft sprang als Schnapper ein und bewies, nicht viel verlernt zu haben.

„Eine Willenssache“

Jörg Huesmann nahm den „Prestigesieg gerne mit – aber schon Dienstag nächster Woche zählt der kaum noch. Wir wollen aufsteigen, das ist unser Ziel.“ Der Sprung eins höher ist natürlich keine unrealistische Vorgabe bei der Vergangenheit und dem Können der Asse. Die mussten sich „erst einmal einstellen auf diese kurze Spielzeit“ (Huesmann) und verloren Spiel eins in der Gruppe gegen 08. Dann aber lief es – Glanzstücke wurden und mussten nicht abgegeben werden.

Das dünne 6:5 im Halbfinale gegen Westfalias kampfstarke Zweite reichte zum Finaleinzug. „Am Ende sind wir auf der Felge gefahren – so ein Programm geht an die Substanz“, war Huesmann angetan, dass rot-weiße Tugenden griffen. „Das war eine Willenssache, ganz klar.“

Für Außenseiter Roxel, erst seit Kurzem trainiert von BSV-Jugendcoach Bodo Dreger, gilt das sicher auch. Der Gruppenzweite schaffte im Halbfinale nach einem 12:12 gegen Nullacht im Siebenmeterwerfen den Finaleinzug und durfte sich damit schon als Gewinner fühlen. In den letzten zwei Mal zehn Spielminuten agierte Roxel mutig und verkürzte bis zum 4:7 regelmäßig, ehe die Kräfte schwanden.

Landesligisten Gruppendritte

Die Landesligisten Münster kamen diesmal nicht weit. Sparta Münster wurde Gruppendritter nach einem 4:4 gegen Roxel und einem 6:7 gegen Westfalias Zweite. Kinderhaus landete in anderen Staffel auf Rang drei und beklagte ein 5:11 gegen Rot-Weiß und ein 6:9 gegen Nullacht. Trainer Slawomir Cabon: „Wir hatten kräftemäßig einfach nicht mehr drauf heute.“

Bei der Siegerehrung durch Sascha Düning von Namensgeber „Forum Optik“ standen diesmal andere ganz vorne – für die Zukunft des Wettbewerbs muss das nicht schlecht sein, wenn es viel Abwechslung an der Spitze gibt.

Thomas Austermann; echo-Münster

 
Von Daniel Vaegs am 11.01.2012
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Kategorien: Aktuelles, Herrenabteilung
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