Handball in Kinderhaus

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Erstes Endspiel in Kattenvenne!

Münster – Fantasten sind sie nicht in Kinderhaus, ganz im Gegenteil. Sie schauen der Realität schon ins Auge und erkennen, dass es für die Herren der Westfalia in der Handball-Landesliga langsam, aber sicher zappenduster werden kann. „Vor dem Telgte-Spiel sah ich unsere Chance auf den Klassenerhalt bei 60:40, nach der Niederlage dort nur noch bei 30:70“, macht sich Christian Janzen, der Leiter der Kinderhauser Handballabteilung, nichts vor. Um dann kämpferisch nachzulegen: „Wir wissen, dass wir jetzt am Sonntag in Kattenvenne unbedingt gewinnen müssen.“

Das erste der fünf Endspiele führt zwei Teams zusammen, die beide gegen den Abstieg strampeln. Kattenvenne ist im Handball stets ein heißes Pflaster. 350 Leute in der vollen Ölberghalle, die zudem kräftig „Remmidemmi“ machen. Nicht einfach für jeden Gast. Janzen weiß das, rechnet dennoch mit einem Westfalia-Sieg. Und nicht nur das. „Wir haben ein lösbares Restprogramm.“ Nach Kattenvenne gibt es das Heimspiel gegen Schlusslicht Vreden, dann geht es ins Stadtderby bei Sparta Münster, ehe der TV Isselhorst kommt. Das letzte Saisonspiel steigt beim amtierenden Tabellenneunten SC Nordwalde.

Punkten, punkten, punkten – nach dieser Devise müssen die Kinderhauser verfahren. Denn noch ist nicht sicher, ob es drei oder vier Absteiger aus der Landesliga geben wird. Ein leidiges Thema. Denn im Handball wird diese Frage nur selten vor einer Spielzeit beantwortet, was den Vereinen die Saisonplanungen nicht leichter macht. Immerhin ist es auch möglich, dass ein vermeintlicher Absteiger im letzten Moment noch zur Relegation gebeten wird, alles schon vorgekommen.

„Verlassen kann man sich da auf gar nichts“, weiß Janzen und appelliert an die Truppe, noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Dass die Westfalia überhaupt in die missliche Lage gekommen ist, das sei nicht ganz zufällig geschehen. „Wir haben in dieser Saison schon eine Menge Pech mit Langzeit-Verletzungen einiger wichtiger Stammspieler gehabt.“ Zudem sei es nicht förderlich gewesen, dass mit Poppe, Engler, Langkamp und Dirska zu viele Routiniers auf einen Schlag aufgehört haben. „Solche Leute ersetzt man nicht eben so.“

Aber alles Jammern hilft nichts. Am Sonntag (17 Uhr) in Kattenvenne will die Westfalia dafür sorgen, dass sie der beste Handballclub in Münster bleiben. Mit den Frauen in der Verbands- und den Herren in der Landesliga.

VON MICHAEL SCHULTE, MÜNSTER

 
Von Daniel Vaegs am 26.03.2010 | Aktualisiert am 29.03.2010
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Kategorien: Aktuelles
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