Handball in Kinderhaus

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Handballer per Kaltstart zur Stadtmeisterschaft

Samstag steht zum dritten Mal die Stadtmeisterschaft der Handballer im Blickpunkt der Szene. Mit dem Event hat Westfalia Kinderhaus der Sportart innerstädtisch ein Stück Leben eingehaucht.

Die Bezirksligaspieler des SC Münster 08 wollen den Titel selbstredend holen, allerdings müssen sie sich als Kaltstarter bewähren – nach dem Einsturz der alten 08-Halle steht nicht nur die Erste ohne Heimat da.

Eiligst haben die Nullachter, allen voran Abteilungsleiterin Iris Helftewes, bei der Stadt um Alternativen angefragt. Die Bezirksliga-Frauen und die drei Männerteams dürfen jetzt verteilt über die ganze Stadt diverse Hallen nutzen. Mehr als ein Provisorium ist das wohl nicht. Die Heimspiele der Teams, die bis Dezember die 1958 erbaute alte 08-Halle als Wettkampfstätte nutzten, finden zunächst in der benachbarten Halle Ost statt.

Späte Spiele erlaubt

Die Erste von Spielertrainer Marcel Graefer hat dort ohnehin schon den Großteil ihrer Partien absolviert, die anderen Teams aber eben nicht. Eine Ausnahmegenehmigung des Verbandes erlaubt nun im Rückrunden-Halbjahr, auch sonntags nach 19 Uhr noch Spiele in den verschiedenen Ligen anzusetzen.

„Die anderen Klubs kommen uns entgegen“, kann Volker Graefer, Trainer der 08-Zweiten, nicht über mangelhafte Kooperationsbereitschaft in Münster klagen. Für Marcel Graefer ist eine neue Trainingszeit im Geistviertel freilich eine wenig ideale. „Da haben wir eine Halle, in der man nicht Handball spielen kann.“ Ihm bleibt eine zweite Trainingszeit in der Halle Ost, wie gehabt. „Das alles darf nur eine Übergangslösung sein“, denkt er mittelfristig: „Es kann dem Verein nachhaltig schaden, wenn sich seine Teams durch die ganze Stadt verteilen. Unsere Attraktivität würde darunter ganz sicher leiden.“

Andere 08-Abteilungen sind auch betroffen vom Verlust der traditionsreichen Spielstätte, die wohl kaum zu retten sein dürfte. Fachleute der Stadt sehen sich in Kürze den Schaden genauer an, dann wird über einen möglichen Abriss entschieden. Unter den Schneemassen, die sich auf dem Dach gesammelt hatten, war dasselbe Heiligabend eingestürzt. Personen kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden.

Anpfiff um 12 Uhr

Die Lust, am Samstag im Schulzentrum Kinderhaus endlich wieder den Ball in die Hand zu bekommen, eint die Nullachter. „Wir haben drei Wochen lang nichts machen können“, beschreibt Graefer die Not. Die Liga-Kollegen der Westfalia, souveräner Spitzenreiter in der Bezirksliga, trafen sich zum Laufen und durften am Donnerstag wieder richtig üben in ihrer Spielstätte. Dass Coach Slawomir Cabon Ehrgeiz entwickelt, daheim siegreich zu sein, gilt als sicher.

Die Wettbewerbsorganisatoren Heinz Janssen und Christian Janzen, der Abteilungsleiter, lassen ab 12 Uhr in beiden Hallen den Anpfiff ertönen. Fünf Spielleitergespanne werden eingesetzt. Eduard Leufgen, der Männerspielwart des Kreises, schiedst noch einmal an der Seite von Gregor Finkemeier. Gegen 18 Uhr sollen die Halbfinalisten feststehen, gegen 18.30 Uhr wird das Endspiel steigen. 15 Minuten kurz ist jede Partie.

Pokal und Trikots

Das ist für Favoriten gefährlich“, weiß Jansen aus Erfahrung. Der Reiz ist die Chance für die Kleinen und zu denen zählte 2009 die Sparta-Zweite, die unter Michael Mierzowski gewann. Ein Jahr später war Spartas Erste dran. Jetzt coacht Mierzowski eben diesen Titelverteidiger aus der Landesliga.

Geehrt und gefeiert wird der Gewinner auch ab 20 Uhr im Klubheim Hütte, wo sich Aktive und Zuschauer treffen werden. Neben dem Pokal ist diesmal auch ein kompletter Satz Trikots ausgelobt.

 
Von Daniel Vaegs am 7.01.2011
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Kategorien: Aktuelles
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