Handball in Kinderhaus

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Münsters Aushängeschilder sind gut gestartet

MÜNSTER Vier Mannschaften vertreten die in puncto Handball so arg gebeutelte Stadt in dieser Saison zumindest in den Verbands- oder Landesligen. Und alle befinden sich in den Spitzengruppen ihrer Klasse. Winkt da ein Ende der Dauerkrise in Münster? Abwarten.

Westfalias Verbandsliga-Damen belegen ebenso Rang drei wie die frisch aufgestiegene Herren-Mannschaft in der Landesliga, hinter denen Sparta Münster punktgleich auf Rang vier folgt. Die Damen des BSV Roxel vervollständigen das erfolgreiche Quartett und führen die Landesliga nach vier Spielen ohne Verlustpunkt an.

Eine kleine Sensation

Die größte Überraschung ist dabei sicherlich Sparta. Ein personeller Umbruch und eine schwache Vorbereitung deuteten auf eine schwere Saison hin. Doch die Auswahl von Trainer Michael Mierzowski, im Sommer radikal verjüngt, begann die Serie mit einem Paukenschlag, gewann gleich beim Verbandsliga-Absteiger SC Everswinkel.

„Das war eine kleine Sensation“, fand auch der Coach, der vom Top-Start etwas überrascht ist. „Unser großer Vorteil ist der Zusammenhalt im Verein. Da hilft jeder jedem.“ Zudem sei das Team nicht von einzelnen Spielern abhängig. „Die Verantwortung verteilt sich auf den ganzen Kader.“ Auch die Jüngeren seien gefordert – und nehmen die Herausforderung an.

Cabon denkt offensiv

Dass Westfalias Herren als Aufsteiger eine gute Rolle spielen würden, war dagegen zu erwarten. Eine eingespielte Mannschaft, die sich in der Breite gezielt verstärkte. Dennoch ist bei den Recken von Slawomir Cabon auffällig: Das Team ist sehr offensiv ausgerichtet, das bekamen die Top-Teams der Vorsaison aus Telgte und Werther zu spüren. Und zuletzt auch der SCE. Bei den Siegen warfen die Kinderhauser 36 Tore und 37 Tore, sie stellen den drittbesten Angriff.

„Bei uns ist es aber selten, dass jemand herausragt. Wir sind nur stark, wenn alle im Kollektiv an ihre Grenze gehen“, so Cabon, der das Team nach dem Abstieg direkt zurück in die Landesliga führte. „Dafür haben die Jungs aber auch eine Menge Zeit investiert und unheimlich viel Aufwand betrieben.“

Die Moral stimmt

Alfred Korthaneberg, Cabons Trainerkollege bei den Kinderhauser Damen, sieht es zurzeit nicht ganz so positiv. Denn seine Mannschaft ärgert ihn regelmäßig mit schlechten Phasen in ihren Spielen und im Saisonverlauf. „Ich weiß, dass wir es besser können“, so der Coach. Das zeigten ihm seine Spielerinnen in zwei der drei bisherigen Partien, in denen sie nach Rückständen noch zurückkamen und die Niederlage abwendeten. „Die Moral stimmt zumindest, aber so muss das ja nicht laufen.“

Was Korthaneberg richtig ärgerlich findet: Die Wackler kosteten in den vergangenen Jahren ein besseres Abschneiden in der Liga, in dieser Saison sogar die Teilnahme am Kreispokal. Die Kinderhauserinnen scheiterten in der Qualifikation an Landesligist VfL Sassenberg.

Tempo als Schlüsselwort

Solche Probleme hat Uwe Nörrenberg in Roxel nicht. Im Gegenteil. Seit er vor eineinhalb Jahren das Traineramt übernommen hat, hat sich die Mannschaft vom Abstiegskandidaten zum Vizemeister entwickelt. Das Rezept: „Tempo-Handball. Wir sind schnell, fit und können am Ende noch zulegen, wenn der Gegner schon platt ist“, erklärt Nörrenberg. Die Mannschaft verinnerlicht seine Philosophie immer mehr, die Automatismen greifen immer besser. „Wir müssen nur weiter konzentriert sind bleiben. Dann können wir vielelicht den Erfolg einfahren, auf den wir hinarbeiten.“

QUELLE: MÜNSTERSCHE ZEITUNG; 12.10.11; Michael Mathia

 
Von Daniel Vaegs am 12.10.2011
Permalink: http://www.handballer-muenster.de/?p=2147
Kategorien: Aktuelles, Damenabteilung, Herrenabteilung
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