Handball in Kinderhaus

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Pass in Leere

Für Markus Reimers, einer der zwei Torhüter am Sonntagabend, war es ein Déjà-vu-Erlebnis: „Wie in der letzten Saison in Burgsteinfurt“, wetterte der Keeper nach dem Schlusspfiff. Denn damals wie heute verpatzten die Huskys ihren Saisonstart. Gegen den Landesliga-Absteiger SC Westfalia Kinderhaus verloren die 1. Handball-Herren des HSC Gronau verdient mit 24:28 (7:13).

Zu viel Respekt und zu überhastet

Woran hatte es nun gelegen? Auch Atila Petö, Coach des HSC, rätselte nach dem Schlusspfiff noch über diese Leistung. Letztendlich analysierte der Ibbenbürener, sein Team habe „gegen den Absteiger viel zu viel Respekt gezeigt“. Damit lag Petö wohl goldrichtig. Denn mit dem Handballspielen fingen die Huskys erst an, als sie im zweiten Durchgang bereits hoffnungslos mit 14:24 in Rückstand lagen. Was aber natürlich auch der Tatsache geschuldet war, dass Kinderhaus jetzt einen Gang zurückschaltete.

Kinderhaus liegt schnell in Front

Der Start verlief alles andere als verheißungsvoll. Schnell führten die Gäste mit 5:1. Ein Mal kämpften sich die Dinkelstädter nach 20 Minuten auf 4:6 heran, doch die Westfalia baute ihren Vorsprung bis zum Pausentee wieder aus, sodass bei einem Spielstand von 7:13 die Seiten gewechselt wurden. „Einige Spieler sind sehr nervös aufgetreten. Es wurden zu viele technische Fehler gemacht, im Spielaufbau zudem viel zu schnell abgeschlossen“, meinte Atila Petö später.

Leichtes Spiel für Westfalia

Immerhin: Die Abwehr der Huskys zeigte in einigen Phasen der Partie schon eine ansprechende Leistung, was an diesem Tag jedoch zu wenig war. Denn auch im zweiten Durchgang wiederholte sich das Bild: Ein Pass, eine Kreuzbewegung – und schon wurde der Abschluss gesucht. Was die HSCler anboten, wirkte zu überhastet. So hatte Kinderhaus ein leichtes Spiel, um sogar bis auf 24:14 davonzuziehen.

Petö wünscht sich mehr Leidenschaft

Dass der Kampfgeist am Ende der Begegnung passte, stimmte den Coach nur wenig milder: „Der Sieg für die Gäste war aber nie gefährdet. Gerade in einem Heimspiel und vor eigenem Publikum hätte ich mir mehr Leidenschaft gewünscht. Das war zu wenig, aber hoffentlich das richtige Signal für die Spieler. Gegen Ladbergen am zweiten Spieltag müssen wir es besser machen“, so Petö in seinem Fazit.

Zu oft wurden die Angriffe gegen Kinderhaus zu überhastet abgeschlossen.

 
Von Daniel Vaegs am 13.09.2010
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Kategorien: Aktuelles, Herrenabteilung
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