Handball in Kinderhaus

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Raus aus dem Schattendasein

Münster – Klaus Remke sorgt auf mehreren Feldern dafür, dass die Dinge in der Spur bleiben und eben nicht aus dem Ruder laufen. Beruflich als Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn, privat seit 34 Jahren als Handball-Schiedsrichter. Hinauf bis zur Regionalliga hat er sich als „schwarzer Mann“ gepfiffen, darauf ist er schon ein wenig stolz. Gemeinsam mit seinem Hiltruper Gespann-Partner Gerd Kappel ist der 52-Jährige nach wie vor an der Pfeife, in Ober- und Verbandsliga.

Klaus Remke ist seit 34 Jahren als Schiedsrichter unterwegs, nun führt er auch noch den Kreis an.Seit Montagabend ist Klaus Remke neuer Kreisvorsitzender der Handballer (wir berichteten). Nach zehn Jahren Schiedsrichter-Lehrwart und zwei Jahren als stellvertretender Vorsitzender ist der Mann von Sparta Münster nun der Boss. Ursprünglich kommt Remke übrigens von der TG Münster, wo er als Jugendwart gearbeitet hat. Aber die Handballabteilung dieses Clubs ist nach der Fusion mit Sparta Münster bekanntlich von der Bühne abgetreten.

Remke setzt auf Teamwork. Das hat er direkt nach seiner Wahl angekündigt, das hat er gestern im Gespräch mit dieser Zeitung wiederholt. „Wir müssen als Handballkreis unsere Außendarstellung verbessern. Die Vorstandsarbeit soll transparenter werden und bei den Vereinen ankommen.“ Der erste Schritt in die richtige Richtung war die Wahl eines Pressewarts, der Everswinkeler Johannes Merhoff wird sich darum kümmern.

Den Vorstand des Kreises sieht Remke gut aufgestellt, den Handball in dieser Stadt nicht unbedingt. „Dass dieser Sport in einer Stadt wie Münster ein Schattendasein fristet, das kann einfach nicht sein. Da muss dringend etwas passieren.“ Natürlich kann er mit dem Kreisvorstand keinen Verein zu etwas zwingen, aber Hilfestellung möchte er schon geben, auch mal über Fusionen nachzudenken. Auch wenn er weiß, dass er manchen Vereinsvertreter mit dieser Idee eher erschreckt.

Dass starke Jugendarbeit nicht automatisch zu einer sehr guten ersten Mannschaft führt, sieht er bei Sparta Münster. Dort wird so manches Talent ausgebildet, das dann anderswo sportliche Höhenflüge erlebt. „Weil wir als Landesligist zu wenig Perspektive bilden. Das muss sich unbedingt ändern. Oberliga sollte es schon sein.“

Die Handballer wollen dennoch weiterhin in die Schulen gehen, um für ihren Sport zu werben. Und auch die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer – als Steigbügelhalter für den Eintritt in den Beruf – könnte so manchen Jugendlichen im Club halten. Die übrigen Ziele werden sich ergeben. Remke ist zuversichtlich, dass er etwas bewirken kann.

VON MICHAEL SCHULTE, MÜNSTER
 
Von Daniel Vaegs am 20.01.2010
Permalink: http://www.handballer-muenster.de/?p=1000
Kategorien: Aktuelles
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