Handball in Kinderhaus

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Zweite mit Licht und Schatten

Am Samstag startete die Westfalia-Reserve mit einem Heimspiel gegen den BSV Roxel in die Kreisliga-Saison 2011/12.
Das wenig überraschende Pokalaus gegen den Bezirksligisten aus Warendorf war abgehakt und zum Saisonauftakt malte sich die Engler-Sieben durchaus Siegchancen aus – obwohl mit Roxel ein erfahrungsgemäß ambitionierter und anscheinend auch gut verstärkter Konkurrent nach Kinderhaus kam.

Obwohl Coach Helmut Engler (aus privaten Gründen verhindert) das Spiel nicht direkt lenken konnte, setzte seine Mannschaft die beim Training vereinbarte Marschroute gut um. Die neue Rückraum-Achse der Zweiten (anfänglich mit Thomas Würthwein und Lars Schulze-Dieckhoff, später auch mit Swen Bieletzki) sorgte für viel Wirbel im Angriff und als Lohn stand zwischenzeitlich eine 4:2 Führung zu Buche. Auch Eric Eils überraschte in dieser Phase positiv auf der für ihn ungewohnten Kreisläuferposition.
Dann jedoch schlich sich mehr und mehr der Fehlerteufel ein – reihenweise ließ die Zweite beste Einwurfchancen ungenutzt, unter anderem wurden gar die ersten drei Siebenmeter kläglich verworfen. Der Gegner aus Roxel nahm das Geschenk dankend an und zog durch einfache Gegenstöße auf 4:6 davon.
Dank guter Abwehrarbeit und einiger Paraden von Sven Schünemann blieb die Zweite allerdings dran – und es ging beim Stand von 10:10 in die Pause.

Die Halbzeitansprache von Interims-Trainer Ansgar Gillmann fiel sehr kurz aus: „trefft das Tor!“ Und in der Tat, außer der wirklich miserablen Chancenverwertung war am Spiel der Kinderhauser nicht viel auszusetzen.

Doch es kam gar noch schlimmer: die Westfalia spielte zwar weiterhin guten Handball – insbesondere Thomas Würthwein mischte die Roxeler Abwehr zunächst gut auf – aber die Torausbeute ging nahezu auf Null. Wer auch immer es versuchte und wie gut die Chance auch war, der Keeper aus Roxel schien unüberwindbar. Die Zweite versuchte auch personell noch einmal durchzuwechseln, aber selbst sonst sichere Werfer wie Matthias Beckmann oder der angeschlagen in die Partie gegangene Swen Bieletzki scheiterten vor dem Tor. Folgerichtigerweise zog der Gast aus Roxel in dieser Phase auf 16:21 davon und nur der herausragenden Leistung von Dirk Schubert im Tor der Münsteraner war es zu verdanken, dass die Zweite nicht völlig unterging.

Da nur noch fünf Minuten zu spielen war, schien die Partie verloren. Aber weit gefehlt! Es folgte die stärkste Phase der Westfalia: die Deckung rückte weit offensiv auf die gefährlichsten Werfer der Gäste vor und auf einmal brach das Angriffsspiel der Roxeler völlig in sich zusammen. Und im Angriff fand man über den Kampf noch mal in die Partie: die Bälle wurde im wahrsten Sinne des Wortes in das Roxeler Tor „gezwungen“. Als Lohn dieser tollen Aufholjagd erzielte die Zweite fünf Tore in Folge und Sekunden vor Schluß stand es 21:21. Da Roxel den direkten Freiwurf mit der Schlußsirene nur noch an die Latte des Kinderhauser Tores befördern konnte, endete das Spiel mit dem besagten  Unentschieden.

Als Fazit bleibt neben dem glücklichen Punktgewinn sicherlich die kämpferische Leistung in der Schlußphase hervorzuheben. In der Einzelkritik gefielen Thomas Würthwein auf der Rückraummitte ebenso wie Eric Eils am Kreis. Und auch Swen Bieletzki deutete an welche Verstärkung er für die Westfalia nach auskurierter Verletzung sein wird. Insofern kann man wohl von einem Saisonauftakt mit Perspektive sprechen, schon nächste Woche trifft die Zweite in Kattenvenne auf einen weiteren schweren Gegner.

 
Von Daniel Vaegs am 18.09.2011
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Kategorien: Aktuelles, Herrenabteilung
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