Handball in Kinderhaus
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mC Oberliga Nettelstedt die Stirn geboten

… mit 6 Toren Rückstand ins Rückspiel …

Vor großer Kulisse traf die C-Jugend von Kinderhaus auf den Bundesliganachwuchs der Spielgemeinschaft JSG NSM-Nettelstedt.

Bei dem hart umkämpften Hinspiel im Halbfinale um die Westdeutsche Meisterschaft am Dienstagabend am Schulzentrum in Kinderhaus, versuchte jede Mannschaft frühzeitig die Weichen für eine optimale Ausgangssituation für das Rückspiel am Samstag in Nordhemmern zu erreichen.

Jamie Baron hat sich verletzt und muss pausieren …

Axel Müller war vor Spielbeginn nicht zu beneiden. Am Montag musste er noch die Hiobsbotschaft verdauen, dass sich sein Torwart Jamie Baron Zuhause! den linken Mittelfuß gebrochen hatte. „Wir werden auch für diese Sonderaufgabe ein taktisches Mittel finden müssen“ so der Handballlehrer bei der Teambesprechung.

Kinderhaus hat mit Marvin Kirchner einen weiteren exzellenten Torwart auf der Torlinie, muss aber auch erkennen, dass Marvin die z.Zt. fehlende Körpergröße nicht alleine durch tolle Reflexe wettmachen kann. Und diese Lösung wurde gefunden.

Hoch motiviert stellte sich Kinderhaus von Beginn an gegen die körperlich bestens aufgestellten Gäste aus Ostwestfalen. Fünf Minuten benötigten die Spieler um Axel Müller, um das Laufspiel der Gäste kennen zu lernen. Die ersten Angriffsversuche der Münsteraner wurden vergeben.

Das 0:3 wurde dann aber durch die tolle Abwehrleistung ausgeglichen. Über 3:3 und 5:5 setzte sich bis zum 8:8 keine Mannschaft ab.

Mit einer extrem hohen Deckung gelang es den Münsteranern oft, die gefährlichen Schützen aus Ostwestfalen auf Distanz zu halten.

Wie schon bei anderen Spielen, gab es auch gegen Nettelstedt dann leider intensive Diskussionen der Beteiligten über die zugelassenen Abwehrformationen der Abwehrreihen.

Nettelstedt zog sich in der Abwehr sehr weit zurück und musste mehrfach von dem Schiedsrichtergespann aufgefordert werden, die Abwehr weiter vor dem 6-Meterkreis zu positionieren.

„Für uns ein Ritterschlag, wenn wir Nettelstedt so in die Defensive drängen“ so Trainer Axel Müller. Ermahnungen oder Maßregelungen der Trainer durch die Schiedsrichter halfen den Münsteranern aber nicht weiter, wenn bei so einem Topspiel dann Torchance um Torchance genommen wird.

Die zahlreichen Fans aus Kinderhaus feuerten die Mannschaft weiter zu Höchstleistungen an. Torwart Marvin Kirchner begeisterte das Publikum durch tolle Paraden. Nach zwanzig Minuten brachten drei unkonzentrierte Pässe dann die Gastgeber in Verlegenheit. Nettelstedt bekam die Finger zwischen die sonst präzisen Anspiele und konnte klassisch die Konter versenken. Bei diesem Niveau gleich immer eine Vorentscheidung.

Nettelstedt setzte sich erstmalig mit 9:11 ab.

Luc Oeder und Max Proch hielten dagegen. Gordian Müller setzte seine Nebenleute wiederholt gut ein und konnte mit dem Halbzeitstand von 10:12 die Seiten wechseln.

Wer noch nicht wusste, warum Handball als Kontaktsportart bezeichnet wird, hatte bis zum Halbzeitpfiff nun genug Beispiele gesehen.

In ihrer Abwehrarbeit vorzüglich ausgebildet, zeigte Nettelstedt in jeder Abwehrbewegung körperliche Präsenz und vollen Einsatz. Den gleichen Einsatz forderte Axel Müller für den zweiten Spielabschnitt von seinen Spielern ein.

Kinderhaus konnte nachfolgend bis zum 12:13 weiter mithalten. Leider trauten sich die Münsteraner im weiteren Verlauf nur Angriffe über die Rückraumpositionen zu. Nettelstedt dichtete das Zentrum mit seinen groß gewachsenen Spielern ab.

… Felix Happe bekam selten die Gelegenheit, von außen abzuschließen …

Es konnten zwar weiter schöne Treffer vom Kreis durch Luc Oeder oder von Max Proch aus dem Rückraum erzielt werden, die sonst so wirkungsvollen Aktionen und Nadelstiche von Conrad Ruholl, Felix Happe oder Silas Langenberg über die Außenpositionen wurden von Nettelstedt jedoch geschickt unterbunden oder vom Torwart entschärft.

Nettelstedt legte eine kleine Serie hin und setzte sich ab der 30. Minute über 12:14 und 14:18 ab. Eine Zeitstrafe gegen die Trainerbank der Gäste konnte Kinderhaus in der Überzahl nicht deutlich genug nutzen. Über 17:22 und 20:25 verwaltete die Mannschaft aus Nordhemmern nun die 5-Tore Führung.

Mit 21:27, für den Geschmack von Axel Müller drei Tore zu hoch, trennten sich die Mannschaften nach einem packenden Halbfinalspiel.

Sieben Tore am Samstag in Nordhemmern aufzuholen, ist eine interessante, anspruchsvolle Aufgabe. Wir sind gespannt, was wir abschließend berichten können.

Spieler und Trainer bedankten sich bei den zahlreichen heimischen Fans für die tolle Unterstützung von der Tribüne. Jetzt schon ein Erlebnis, dass die Jungs nicht so schnell vergessen werden.

 

Frage an Trainer Axel Müller:
Hat Nettelstedt „zu hart“ gespielt, bzw. haben die Schiedsrichter zu viel durchgehen lassen?
Schließlich wurden auch heute wieder nur insgesamt zwei Zeitstrafen und nur ein!! Strafwurf bei den intensiven Abwehraktionen ausgesprochen?

Müller:
„Nein, sicherlich nicht. Wenn eine harte Aktion gegen den Körper des Angreifers in der Kreisliga noch mindestens eine Zeitstrafe nach sich zieht, ist die gleiche Aktion in dem Kampf um die Meisterschaft in der Oberliga oft noch nicht einmal ein Pfiff der Schiedsrichter wert. Diese, der hohen Spielkasse geschuldeten Situationen, kann man schlecht trainieren. Da müssen die Spieler genauso hart gegenhalten. Die genauen Grenzen legen die Schiedsrichter in jedem Spiel neu fest. Diese Fähigkeit, sich an die Grenzen möglichst nahe heranzuspielen, müssen die Jungs in ihrer Ausbildung auch lernen.“

Spieltagsbilder by Jörg Riemenschneider

 
Von Lutz am 7.03.2018 | Aktualisiert am 13.03.2018
Permalink: https://www.handballer-muenster.de/?p=341019
Kategorien: Jugendabteilung, mC-Oberliga
 

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