Handball in Kinderhaus

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Derby-Erfolg mit langem Atem

Münster – Es ist Samstagabend, 19 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums Kinderhaus. Die Spannung steigt bei Münsters Handball-Freunden. Es ist Derby-Zeit. Westfalia Kinderhaus, bisher ungeschlagener Spitzenreiter der Bezirksliga, empfängt den Vierten, Münster 08. Beide Mannschaften sind bereit, beide sind heiß auf das Duell. Beide ahnen nicht, wie lange sie darauf noch warten müssen.

19.05 Uhr: Die Schiedsrichter fehlen. Unwissend blicken die Spieler zu ihren Fans auf der Tribüne. Gemeinsames Achselzucken. Ohne Schiri kein Spiel? Die Antwort: Abwarten. Und zwar genau 15 Minuten. Sind die beiden Unparteiischen bis dahin nicht aufgetaucht, müssen zwei Ersatzschiedsrichter, bezirksligatauglich und von beiden Trainern abgenickt, gefunden werden. Falls nicht, wird das Spiel verschoben.

19.16 Uhr: Das Gäste-Team um Marcel Graefer ist in der Kabine. Die Schiedsrichter sind noch nicht da. „Das passiert selten, eigentlich nie“, schüttelt Westfalia-Coach Slavomir Cabon den Kopf. 19.20 Uhr: „Wir spielen“ – die erste gute Nachricht an diesem Abend. Ersatz ist gefunden. 19.47 Uhr: Zwei Männer mit gelbem Shirt und Trillerpfeife stehen auf dem Spielfeld. Es geht tatsächlich los!

Die erste Halbzeit endet 7:7. Die Gäste sind besser ins Spiel gekommen, setzten Westfalia unter Druck, verloren aber schnell an Spritzigkeit. Die Gastgeber hatten davon genug, kamen aber mit der Gäste-Abwehr nicht zurecht. Hektik und Unsicherheit machte sich auf beiden Seiten breit. Wenig ergiebig und aussagekräftig war die erste Hälfte.

Im Gegensatz zum zweiten Durchgang. Noch in den ersten 15 Minuten leistete sich 08 ein paar wenige technische Fehler. „Die waren am Ende ausschlaggebend – und unser schlechtes Überzahlspiel“, sagt Trainer Marcel Graefer. Westfalia spielte indes ein Polster von vier Toren heraus. Mit einem 23:19 der Hausherren endet das Derby. Am Ende ist Slavomir Cabon die pure Erleichterung anzumerken: „Das war ein Big Point vor Weihnachten. Nullacht hat nicht umsonst angekündigt, dass sie aufsteigen wollen.“

Kinderhaus: Holtmann (1), Davids (3), Schlüter (2), Schürkamp (6), Müller (2), Fischer (1), Dreskornfeld (5), Wessels (2), Schulze Dieckhoff (1).

Münster 08: Graefer (6), Hellmann (1), Pesl (3), Schulte (2), Benjak (1), Kaufmann (3), Heuer (2), Sieme (1).

 
Von Daniel Vaegs am 14.11.2010
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Kategorien: Aktuelles, Herrenabteilung
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